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steinzeitliche Fischerei

Angelhaken

die steinzeitliche Fischerei

Angelhaken aus Seeland DK: Material - KnochenZeit: Ertebölle

Angelhaken aus Neustadt SH: Material - KnochenZeit: Ertebölle

Knebelangelhaken aus Neustadt SH: Material - KnochenZeit: Ertebölle

Die Knebelangelhaken (Querangel) haben schon die nacheiszeitlichen Rentierjäger benutzt. Als Material diente Knochen und Holz, sie sind einfach und schnell herzustellen. In meinem Gartenteich haben sie sich bewährt, als ich Schleie abfischen musste.Ich habe von älteren Leuten erfahren das sie in ihrer Jugend auch noch mit (eisernen) Querangeln gefischt haben.Die einfache Technik der frühen Angler hat sich also bis in die heutige Zeit bewährt.Bei der Handhabung mit einer Querangel zeichnet sich die einfache Bedienung aus. Egal ob mit einem Köderfisch oder Regenwurm geangelt werden soll, der Köder wird aufgefädelt wie mit einer Nähnadel und befindet sich danach auf der Angelschnur ohne das die Querangel vom Opfer erkannt werden kann. Ich habe eine dünne Lindenbastschnur mittig an die Querangel geknotet. Sie rutscht nicht ab und braucht deshalb keine Einkerbung (Sollbruchstelle). Ich habe Lindenbast, Nessel, Hanf und Pferdehaarschnüre getestet, alle Materialien haben sich als brauchbar erwiesen.

Beispiel über den Gebrauch von einer Querangel

Zeichnung M. Pfeifer

oben: moderner Knebelangelhaken und 4 knöcherne darunter

Das Foto zeigt einen beköderten Knebelangelhaken mit einem Sandaal. Die Lindenbastschnur wurde mit zwei halben Schlägen am Schwanzende befestigt, so kann der Raubfisch den Köder ungehindert schlucken.

von linksA. Knochenangelhaken: Länge 75mm, Schnurmaterial: gedrillte Aalhautstreifen, Knoten: drei halbe Schläge B. Knochenangelhaken: Länge 43mm, Schnurmaterial: gedrillter Lindenbast, Knoten: drei halbe SchlägeC. Flintangelhaken: Länge 60mm, Schnurmaterial: geflochtenes Pferdehaar, Knoten: drei halbe SchlägeD. Flintangelhaken: Länge 35mm, Schnurmaterial: gedrillte Flachsfaser, Knoten: drei halbe SchlägeE. Flintangelhaken: Länge 20mm, Schnurmaterial: gedrillte Flachsfaser, Knoten: drei halbe Schläge

Text & Fotos M.Pfeifer 04.2013

Flintangelhaken

Knochenangelhaken

Hier möchte ich zeigen wie ein Flintabschlag zu einem Angelhaken umgearbeitet wird.Die beginnenden Retuschierungen wurden mit Rothirsch - Druckstäben ausgeführt, sozusagen die grobe Retuschierung bei der Formgebung.Nachfolgend wurde nur mit der Kupferspitze gearbeitet, die Feinheit vom Werkstück lässt nun kein gröberes Werkzeug mehr zu. Ein feinfühliges und sorgfältiges " Drücken " ist nur mittels Kupferspitze möglich, alles Andere führt nur zum vorzeitigen Bruch.Die feine Retuschierung der Kupferspitze auf den Fotos verdeutlichen die " Feinarbeit ".Der Flintabfall von der Hakenherstellung ist beachtlich.Die Flintstein - Angelhaken sind im archäologischem Fundgut sehr selten, aus Dänemark sind mir einige Exemplare bekannt.Zeitlich wurden die Flinthaken im Endneolithikum und in der Bronzezeit hergestellt.Mir sind erfolgreiche Angelausflüge mit diesen Flintangelhaken bekannt. Es wurden in der Ostsee Dorsche und Heringe geangelt. Für die Herstellung von dem vorgestellten Angelhaken habe ich 35 Minuten benötigt, der Abschlag war vorhanden.Es ist zeitlich auch nicht wichtig, denn ein Flintabschlag ist in Sekunden hergestellt.

Hier noch eine weitere Technik der knöchernen Hakenherstellung.Die Vorlage ist ein Fundstück von 2003 hier aus der Ostsee bei Neustadt.Datiert ist das Teil in die Erteböllezeit.Diese hier gefertigte Replik wurde in zwei Stunden mit Flintwerkzeugen ausgearbeitet und ist an der Spitze extrem scharf und spitz.Der Knochen ist eine rohe Rothirschrippe die sich sehr schön bearbeiten ließ. Diese Art der Herstellung erleichtert das Austrennen sehr bei dieser extrem kleinen Hakensorte.Der Haken hat eine Länge von 24 mm und ist im Schnitt 2 mm dick.Die Herstellung erfolgte nur mit Flintwerkzeugen durch Schneiden und Schaben. Es wurde keine Bohrung für die Bogenform am Haken ausgeführt.

um die feinen Knocheneinschnitte besser für das Foto dazustellen hatte ich sie mit einem Bleistift nachgezogen

Nun zum Angeln mit dem fertigen Gerät.Der ausgewählte Hakentyp entspricht einem Fund aus der ertebölle Zeit. Er stammt aus Tybrind in DK und wurde aus einer Rippe gefertigt.Für das Heringsangeln habe ich einen kleinen Fischfetzen so auf den Haken gesteckt, dass die Fasern vom Fischfleisch als flattendes Lockmittel dienen konnte. Bei den heutigen Heringshaken sind es PVC Streifen die zum Anbiss führen sollen. In einer Wassertiefe von ca. 3 Metern konnte ich von einer Brücke aus 4 schöne Heringe fangen. Die Angelschnur hielt ich über meinen Finger um den Fisch beim Anbiss besser fühlen zu können. Eine Angelrute war somit überflüssig. Die vorher in Wasser eingeweichte Bastschnur sackte ohne weiteres Senkgewicht in die Tiefe. Bei tieferem Wasser müßte aber ein zusätzliches Gewicht eingebunden werden. Keiner der 4 gefangenen Fische hatte den Haken tief geschluckt, der Haken steckte so im Maul das die Spitze seitlich rausragte.

Hakenbindung vor dem Angeln

Hakenbindung nach dem Angeln

Barschfang mit Flintangelhaken und Pferdehaarschnur, Köder war ein kleiner Sandaal

li. deutlich ist der Köder im Fischmaul zu erkennen re. der Sandaal ist nach dem Fang kaum beschädigt