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Schnüre und Seile

Text & Fotos M.Pfeifer

Schnüre und Seile

aus Naturmaterialien

Steinharte - Knochenarbeit

Bei meinen Versuchen Schnüre und Seile aus Naturmaterialien herzustellen habe ich auch mit Pferdehaar gearbeitet um festzustellen wie das Pferdehaar sich verarbeiten lässt. Beim Flechten von 3 x 2 Haaren habe ich eine sehr stabile aber steife Schnur herstellen können. Geflochten eignet sie sich nicht für Fixierungen ( wickeln) da die Schnur sehr starr ist.Sie hat ein ähnliches Verhalten wie ein dünner Eisendraht. Zum Schlingenbinden ist die Schnur aber sehr geeignet, weilsie starr ist und die runde Form einer Schlinge ( Öse ) sich dauerhaft hält. Eine etwa 1,5 m lange geflochtene Pferde-haarschnur mit Schlinge an einem 2 m langen Haselstab gebunden eignet sich vorzüglich, um Hechte aus dem nassen Element zu befördern. Ich kenne diese Fangtechnik von meinem Vater, der es auch von seinem Vater gelernt hat. uswBei den Naturvölkern ist diese Schlingentechnik noch weit verbreitet, da sie einfach und leicht herzustellen ist. Das Pferdehaar 3 x 1 in steinzeitlicher Art gedrillt ( wie Lindenbast ) ergibt eine weichere Schnur und die kann ich für Umwickelungen zum Fixieren von Pfeilspitzen usw gebrauchen. Auch als Angelschnur konnte ich die 3 x 2 gedrehten Haare nutzen, denn sie haben eine Tragkraft von 4,5 kg.Die Schnüre habe ich auch zum Nähen von Leder benutzt, aber schön eingefettet.Die Pferdehaare sollten von Jungtieren stammen, die sind geschmeidig und nicht brüchig und rauh.Es ist anzunehmen, dass die Jäger und Sammler auch die Haare von den Wildpferden und anderen Tieren zur Herstellung von Schnüren genutzt haben.

Pferdehaar - Schnüre

Lindenbast

Haspeln mit Lindenbastschnur

Lindenbastschnüre

Roh - Lindenbast und Schnüre

von li.: Lindenbast, Pappelwurzel, Strandgraswurzel, Seegraswurzel.Die Fertigung der Schnüre erfolgte so wie beim Lindenbast.

Eine Schnur aus der Strandgraswurzel ist sehr weich und schmiegsam. Dieses Stück habe ich beim wandern am Strand gedreht.

Tiersehne zu einer Schnur verarbeiten

Diese frische Rothirschsehne möchte ich zu einer Schnur weiter verarbeiten,zuerst habe ich die Sehne getrocknet. Dann wurde sie mit dem untenabgebildeten Stein geklopft bis sie flächig ist.Mit einem Flintabschlag wurden kleine Einschnitte in die Enden der flachenSehne geschnitten. Die so vorbereiteten Enden lassen sich dann problemlos der Länge nachaufreissen, so das feine Fasern entstehen.Diese frischen Fasern sind sehr weich und haben den Drang sich immerwieder weiter zu verwirren und aufzuwickeln.Um sie nun zu einer Schnur weiterverarbeiten zu können, muß diesesGewirr gebändigt werden.Und das gelingt nur mit Nässe, leider verkleben diese feuchten Fasernimmer wieder und so ist es schon eine grössere Herausforderung für denHandwerker, eine Schnur daraus zu drehen.Da die Fasern nur aus ca. 18 cm langen Stücken bestehen, ist es schonrecht mühevoll eine ansehbare und stabiele lange Schnur aus denklebrigen Fasern herzustellen.Man sollte also schon ein geübter "Schnurdreher" sein, wenn eine Tiersehne verarbeitet werden soll.Sehr interessant ist auch der Stein, mit dem die Sehne "geklopft" wurde.Da eine steinerne Unterlage beim Klopfen der Sehne gebraucht wird, schlägt der rundliche "Klopfstein" nicht nur auf die Fasern der Sehne, sondern auch auf die steinerne Unterlage.Diese Schlagspuren auf dem rundlichen Klopfstein haben eine gewisse Ähnlichkeit mit den " Klopfern " bei der Flintsteinbearbeitung.Man muß schon sehr genau hinschauen um die Entstehung dieser Schlagmale zuordnen zu können.Viel Spaß beim Nachmachen.

Schnur aus Weidenrindenbast