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Geröllkeule Schwein

Text & Fotos M.Pfeifer März 2012

Steinharte - Knochenarbeit

Die Schlagspuren einer Geröllkeule an einem Wildschweinschädel

Hier soll die Wirkung von einem Hieb mit einer Geröllkeule auf einem Wildschweinschädel vorgestellt werden.Die Geröllkeule hat einen Durchmesser von 70 mm und ist 30 mm dick, von der Form her leicht oval.Das Gewicht von dem Gerät beträgt 285g. Der Durchmesser von der Bohrung und dem Hartriegelschaft beträgt 15mm.Gesamt ist die Keulenschäftung 550mm lang und bei dem geringen Durchmesser sehr biegsam.Der Wildschweinschädel ist schlachtfrisch und stammt von einem 1,5 jährigem weiblichen Tier.Der Schlag wurde mit der Energie von nur ca. 70% des Möglichen ausgeführt.

Hier ist die geschäftete Geröllkeule zu sehen.

Blick von oben auf den Keulenkopf.

Mit diesem hart geschlagenen Flintabschlag wurde der Schädelknochen freigelegt. Hierbei hat sich wieder einmal gezeigt, wozu so ein unbearbeiteter Flintabschlag in der Lage ist. Skapellartig schnitt der Flint durch die Borsten und Schwarte. Auch das fettige Gewebe wurde mit dem gleichen Flint mühelos durchtrennt. Bei der anschliessenden Kontrolle zeigten sich keine Veränderungen an den Schnitt- flächen von dem Flintabschlag. Mit den Augen waren keine Absplisse zu erkennen.

Der Schlag mit der Keule hatte keine äußeren Merkmale an dem Schädel hinterlassen. Die Fraktur war nur mit den Fingern zu ertasten.

Der erste Hautschnitt ist angelegt

Die Schwarte ist durchtrennt und das Freilegen von dem Schädelknochen hat begonnen

Sehr deutlich ist in der Fraktur die Keulenform zu erkennen

Der Schlag hat den Knochen 15mm tief eindringen lassen

Es ist also möglich, mit einer kleinen Geröllkeule von 285g einen kräftigen Knochen zu zertrümmern. Wichtig erscheint mir auch der Hinweis auf die Schäftung, denn der geringe Durchmesser der hölzernen Schäftung ergibt einen höchst effektiven Wirkungsgrat.Sicher spielt da auch die Länge und die Holzart von so einer Schäftung eine nicht zu unterschätzende Rolle für einen federnden Schlag.Dieser Versuch hat meine Erwartung deutlich übertroffen und bestätigt.Er soll aber nun keinesfalls in irgendeinem tatsächlichen Zusammenhang vom Gebrauch oder der Nutzung der vorzeitlichen Geröllkeulen deuten.Es sollte nur gezeigt werden, wozu so eine kleine Geröllkeule mit einer sehr dünnenSchäftung in der Lage ist.Der Schädel wurde in einer humushaltigen Gartenerde vergraben und wird dann in einigen Monaten auch die Fraktur von innen her darstellen können.

Text & Fotos M.Pfeifer Mai 2013

der Schädel nach einem Jahr in dem Komposter

deutlich zeigt sich die Fraktur in dem Schädel