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Flintverarbeitung

Text & Fotos M.Pfeifer

Flintstein

und seine Bearbeitung 1

Steinharte - Knochenarbeit

Der Flint - Feuerstein war bei den Jägern und Sammlern ein sehr wichtiges Rohmaterial.Aus den Knollen stellten sie ihre Werkzeuge und Waffen her, bekannt sind Klingen,Schaber, Stichel, Bohrer, Messer, Speer - und Pfeilspitzen, Kern - und Scheibenbeile.Die Knollen müssen sorgfältig ausgesucht werden, nicht alle eignen sich für die Verarbeitung. Der ideale Flint klingt wie Glas, wenn man gegenschlägt.Es gehört sehr viel Erfahrung zum Flintsammeln, aber wer es schon einmal versucht hat wird gemerkt haben das Übung den Meister macht.Hier in meiner Heimat an der Ostseeküste kommt der Flint in Massen vor und muß nicht lange gesucht oder ergraben werden.Wo keine natürlichen Aufschlüsse (Steilufer an der Küste) den Flint freilegten, wurde er bergbaumäßig in Stollen ausgegraben.Der Flint von der Ostsee war ein nachgewiesener Exportartikel, er wurde weit über die Grenzen von Schleswig-Holstein verhandelt.Bei der Flintbearbeitung sollte immer der Verbandskasten griffbereit sein, es kann durchaus zu bösen Verletzungen kommen. Ich habe einige Schnittwunden bei der Flintbearbeitung davongetragen, obwohl ich sehr vorsichtig bin. Es ist daher anzunehmen, dass die Menschen in der Steinzeit viele Verletzungen im Bereich der li. Hand, li. Bauch, und li. Oberschenkeldavongetragen haben. (Rechtshänder)

Materialbeschaffung:Für mich ist ein Rundgang am Strand immer auch eine ,,Materialbeschaffung".Etwas Brauchbares findet sich immer in der Natur, am Strand sind es überwiegendFlintsteine. Die flache Knolle auf den unten gezeigten Fotos habe ich grob zugeschlagen um nicht übermäßiges Gewicht schleppen zu müssen. Ähnlich ist es in der Steinzeit ja auch gewesen, denn die vielen Abschläge beweisen es.Auf dem letzten Foto ist der Schlagstein abgebildet, mit dem ich die Knolle zerlegt habe.Alles liegt vor Ort, ich brauche also kein Werkzeug ( Schlagstein ) mitzunehmen.Wenn ich viele geeignete Knollen finde, schlage ich sie zu und deponiere die brauchbarenStücke im sicheren Versteck. Zu geeigneter Zeit hohle ich dann die vorgefertigten Teile ab. Nachweislich haben es die Jäger und Sammler ähnlich mit ihren ,,Vorarbeiten" gehalten. ( Depotfunde von Flintrohlingen )

Hier habe ich die frisch geschlagene Knolle wiederzusammengelegt

Die scharfen Kanten beweisen den frischen Schlag. Wie oft habe ich wohl mit dem Schlagstein auf die Knolle eingeschlagen ?Es sind keine weiteren Abschläge entstanden! Alles was zu dieser Arbeit gebraucht wurde und die Flintstücke befindensich auf dem letzten Foto.

Das war der erste Schlagstein Hieb

Klingenherstellung

aus Flintstein

Das Klingenschlagen wurde von den ertebölle Leuten perfekt beherscht, sie kannten alle Kniffe und Tricks um sehr dünne, schmale und lange Klingen aus einer gut vorbereiteten Flint-knolle herzustellen. Gern hätte ich einem Jäger der ertebölle Zeit über die Schulter geschaut wie er die Klingen geschlagen hat. Ich glaube er würde sich wundern!Ich versuche schon zwei Jahre lang dünne und schlanke Klingen herzustellen. Meistens werdenes dicke unförmige Abschläge, vereinzelt kommt ein Prachtstück heraus. Die Kunst ist es aber die langen und schlanken Klingen in Serie von der Knolle zu Schlagen.Auf dem Foto re. ist das Serienschlagen sehr schön zu Sehen, die geschlagenen Klingen sind alle wieder an dem Kernstein geklebt worden um die Reihenfolge zu Beschreiben.(Das war ein Könner)

Nach einigen Monaten des Flintschlagens ist es mir gelungen einen Kernstein herzustellen, Übung macht eben den Meister.Mit dem Rothirschgeweih-Schlägel wurde direkt geschlagen.

Hier ist in Reihenfolge die Zerlegung vom Flintstein zu sehen, die Abschläge wurden " hart " mit einem Schlagstein geschlagen.