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Flint Dolch & Messer

Text & Fotos M.Pfeifer

Flint Dolch und Messer

Steinharte - Knochenarbeit

Aus einem großen Flintabschlag habe ich diese Dolchklinge hergestellt und mit einem Rothirschgeweih geschäftet.Es ist eine recht mühevolle Arbeit den Abschlag zu einer dünnen Dolchklinge umzuarbeiten. Für Anfänger sicher nicht empfehlenswert.Das grobe Zuschlagen wird mit einem Schlagstein durchgeführt, die feineren Retuschierungen mit einem Geweihschlägel.Die seitlichen Retuschen der Schneide wurden mit einem Druckstab aus Hirschgeweih hergestellt. Zwischenzeitliches Schleifen mit einemSandstein ist unumgänglich, da sonst die flächige Retuschierung nicht möglich ist. Für den abgebildeten Dolch habe ich ca. 8 Stunden Arbeitszeit gebraucht.

Die glänzenden Flächen stammen vom zwichenzeitlichemSchleifen der Flintklinge. Die Schäftungszunge sollte eigentlichmittig entstehen, aber der Flint ließ dieses nicht zu. Ab und anmuß eine kleine " Macke " in Kauf genommen werden.Mit Gewalt kann ich den Flint nicht beeinflussen, er würde dann unweigerlich " brechen ". Es kommen immer wieder solche nicht zu entfernenden Stellen am und im Flintstein vor. Selbstunsere Ahnen hatten dieses Problem und ließen diese Bereicheim Flint auch stehen. Viele dieser Merkmale sind an den Geräten der frühen Steinschläger zu sehen.

Hier noch einige Beispiele von Flintmessern, sie wurden in Eichenrinde geschäftet und mit Birkenpech eingeklebt

Diese Flintklinge habe ich mit dünnen Leder umwickelt und in ein Rothirschgeweih gesteck. Mittels kleinem Holzkeil wurde die Klinge festgekeilt.Das Messer wurde 5 Jahre lang für kleinere Arbeiten gebraucht und hat alles " überlebt ". Das geschäftete Ende der Klinge hat sehr starke Glanzspuren.

Auch aus einem großen Flintabschlag habe ich diese Dolchklinge hergestellt und mit einem Holunderholz geschäftet.In 4 Std. ist diese Dolchklinge entstanden, die Holzschäftung hat nocheinmal 2 Std. gedauert.Das Holunderholz eignet sich vorzüglich für eine Dolchschäftung, da die wattige Markmitte im Holz die erste Vorarbeit erspart.Nach dem Entfernen der wattigen Masse braucht das schon fast mittig sitzende Loch nur noch erweitert werden.Das Holunderholz ist ein sehr hartes und zähes Holz und hat dazu noch ein schönes Aussehen nach dem Schliff.Nicht nur die Klinge wurde mit steinzeitlichem Werkzeug gefertigt, auch die hölzerne Schäftung.Das Holz wurde mittels Flintklinge, Schaber und Bohrer bearbeitet. Geschliffen habe ich mit einem sehr feinem Sandstein.

Die Schneide wurde nun noch mit Birkenpech eingeklebt.

Mit diesen geschäfteten Klingen können sehr exakte Arbeiten ausgeführt werden, da sie besser gehalten werden können wie eine ungeschäftete Klinge. Dieses Rentierfell wurde mit dem abgebildeten Messer durchtrennt.

Text und Foto Manfred Pfeifer